Артур Шопенгауэр афоризмы, цитаты, высказывания. Фото философа.

Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert andere Formen.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 23. Über Schriftstellerei und Stil. Anhang verwandter Stellen

Besonders überwiegt die Gesundheit alle äußeren Güter so sehr, daß wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist, als ein kranker König.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 1: Grundeinteilung

… auch das Zufälligste ist nur ein auf entfernterem Wege herangekommenes Notwendiges.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Transzendente Spekulation über die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksal des Einzelnen

Gerade in Kleinigkeiten, als bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter, und da kann man oft, an geringfügigen Handlungen, an bloßen Manieren, den grenzenlosen, nicht die mindeste Rücksicht auf andere kennenden Egoismus bequem beobachten, der sich nachher im Großen nicht verleugnet, wiewohl verlarvt.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Viel zu viel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 4: Von dem, was einer vorstellt

Zu dem, was einer hat, habe ich Frau und Kinder nicht gerechnet; da er von diesen vielmehr gehabt wird.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 3: Von dem, was einer hat

Sich zu mühen und mit dem Widerstande zu kämpfen ist dem Menschen Bedürfnis, wie dem Maulwurf das Graben. Der Stillstand, den die Allgenugsamkeit eines bleibenden Genusses herbeiführte, wäre ihm unerträglich. Hindernisse überwinden ist der Vollgenuss seines Daseins.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Überhaupt aber kann jeder im vollkommensten Einklange nur mit sich selbst stehen; nicht mit seinem Freunde, nicht mit seiner Geliebten: denn die Unterschiede der Individualität und Stimmung führen allemal eine, wenn auch geringe, Dissonanz herbei: Daher ist der wahre, tiefe Friede des Herzens und die vollkommene Gemütsruhe, dieses, nächst der Gesundheit, höchste irdische Gut, allein in der Einsamkeit zu finden und als dauernde Stimmung nur in der tiefsten Zurückgezogenheit.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Wenn ich nun in dieser Absicht etwa sagte: die Ehre ist das äußere Gewissen, und das Gewissen die innere Ehre; so könnte dies vielleicht manchem gefallen; würde jedoch mehr eine glänzende, als eine deutliche und gründliche Erklärung sein. Daher sage ich: die Ehre ist, objektiv, die Meinung anderer von unserm Wert, und subjektiv, unsere Furcht vor dieser Meinung. In letzterer Eigenschaft hat sie oft eine sehr heilsame, wenn auch keineswegs rein moralische Wirkung, im Mann von Ehre.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 4: Von dem, was einer vorstellt

Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein: hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 4: Von dem, was einer vorstellt

Demzufolge sind schon an und für sich die Menschen zum Loben und Rühmen gar nicht geneigt und aufgelegt, wohl aber zum Tadeln und Lästern, als durch welches sie indirekt sich selbst loben.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 20. Über Urteil, Kritik, Beifall und Ruhm

Im stillen Bewußtsein dieses Bewandnisses der Sache [daß der Stil ein genauer Abdruck der Qualität des Denkens ist] sucht jeder Mediokre seinen, ihm eigenen und natürlichen Stil zu maskieren.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 23. Über Schriftstellerei und Stil

Keine Wissenschaft imponiert der Menge so sehr, wie die Astronomie.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 6. Zur Philosophie und Wissenschaft der Natur

Denn nicht in der Weltgeschichte, wie die Professorenphilosophie es wähnt, ist Plan und Ganzheit, sondern im Leben des einzelnen.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Transzendente Spekulation über die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksal des Einzelnen

Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daum[en]schrauben anzulegen; man muß auch sie verstehn können, wenn sie aussagt.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 6. Zur Philosophie und Wissenschaft der Natur

Die Welt ist eben die Hölle, und die Menschen sind einerseits die gequälten Seelen und andererseits die Teufel darin.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 12. Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt

Es wäre gut Bücher kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 24. Über Lesen und Bücher

Ganz glücklich, in der Gegenwart, hat sich noch kein Mensch gefühlt; er wäre denn betrunken gewesen.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 11. Nachträge zur Lehre von der Nichtigkeit des Daseins

Man muss alt geworden sein, also lange gelebt haben, um zu erkennen, wie kurz das Leben ist.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Wir gleichen den Lämmern, die auf der Wiese spielen, während der Metzger schon eines und das andere von ihnen mit den Augen auswählt.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 12. Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt

Einsamkeit ist das Los aller hervorragender Geister: sie werden solche bisweilen beseufzen, aber stets sie als das kleinere von zwei Übeln erwählen.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Der Tor läuft den Genüssen des Lebens nach und sieht sich betrogen: der Weise vermeidet die Übel.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Das Affektieren irgendeiner Eigenschaft, das Sich-Brüsten damit, ist ein Selbstgeständnis, dass man sie nicht hat. Sei es Mut, oder Gelehrsamkeit, oder Geist, oder Witz, oder Glück bei Weibern, oder Reichtum, oder vornehmer Stand, oder was sonst, womit einer groß tut; so kann man daraus schließen, daß es ihm gerade daran in etwas gebricht; denn wer wirklich eine Eigenschaft vollkommen besitzt, dem fällt es nicht ein, sie herauszulegen und zu affektieren, sondern er ist darüber ganz beruhigt.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Jeder sieht am andern nur so viel, als er selbst auch ist.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Also wer erwartet, daß in der Welt die Teufel mit Hörnern und die Narren mit Schellen einhergehen, wird stets ihre Beute oder ihr Spiel sein.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Ein hohes Alter zu erreichen, gibt es, bei fehlerfreier Konstitution, als völlig notwendige Bedingung, zwei Wege, die man am Brennen zweier Lampen erläutern kann: die eine brennt lange, weil sie, bei wenigem Öl, einen sehr dünnen Docht hat; die andere, weil sie, zu einem starken Docht, auch viel Öl hat: das Öl ist die Lebenskraft, der Docht der Verbrauch derselben, auf jede Art und Weise.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Jene lehren, um Geld zu verdienen und streben nicht nach Weisheit, sondern nach dem Schein und Kredit derselben: und diese lernen nicht, um Kenntnis und Einsicht zu erlangen, sondern um schwätzen zu können und sich ein Ansehn zu geben.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 21. Über Gelehrsamkeit und Gelehrte

Jedes überflüssige Wort wirkt seinem Zwecke gerade entgegen.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Zweiter Band. Kapitel 23. Über Schriftstellerei und Stil

Man hat in der Welt nicht viel mehr, als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 2: Von dem, was einer ist

So lange der Ausgang einer gefährlichen Sache nur noch zweifelhaft ist, so lange nur noch die Möglichkeit, daß er ein glücklicher werde, vorhanden ist, darf an kein Zagen gedacht werden, sondern bloß an Widerstand; wie man am Wetter nicht verzweifeln darf, so lange noch ein blauer Fleck am Himmel ist.
Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

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