Артур Шопенгауэр афоризмы, цитаты, высказывания. Фото философа.

Артур Шопенгауэр афоризмы, цитаты, высказывания на немецком языке.

Unser ganzes Leben ist ein unausgesetzter Kampf mit Hindernissen, die am Ende den Sieg davontragen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Cholerabuch (1832)

Aber ich glaube, daß wann der Tod unsre Augen schließt, wir in einem Licht stehn, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Adversaria (1828)

Nur die eigenen Gedanken haben Wahrheit und Leben; denn nur die eigenen Gedanken versteht man ganz.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1838)

Unser Gedächtnis gleicht einem Siebe, dessen Löcher, anfangs klein, wenig durchfallen lassen, jedoch immer größer werden und endlich so groß, daß das Hineingeworfene fast alles durchfällt.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Senilia (1855)

Zu verlangen, daß einer alles, was er je gelesen, behalten hätte, ist wie verlangen, daß er alles, was er je gegessen hat, noch in sich trüge. Er hat von diesem leiblich, von jenem geistig gelebt und ist dadurch geworden was er ist.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1851)

Alle Dinge sind herrlich zu sehen, aber schrecklich zu sein.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1841)

Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, daß sie in einer andern Welt leben, als die für alle vorhandene.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Adversaria (1829)

Was kann impertinenter sein, als da, wo das rein Menschliche, wo Wahrheit, Klarheit und Schönheit allein gelten sollen, seine Vorliebe für die Nation, der die eigene werte Person angehört, geltend machen zu wollen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1850)

Das wahre Leben des Gedankens dauert nur bis er an den Grenzpunkt der Worte angelangt ist: fortan ist er tot, aber unverwüstlich gleich dem petrifizierten Tiere, oder besser: dem Kristall.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Brieftasche (1822)

Was Wert hat wird nicht geachtet, und was geachtet wird, hat keinen Wert.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Brieftasche (1823)

Wer die weite Reise zur Nachwelt vorhat, darf keine unnütze Bagage mitschleppen: denn er muß leicht sein, um den langen Strom der Zeit hinabzuschwimmen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Reisebuch (1820)

Es gibt nur eine Heilkraft, und das ist die der Natur; in Salben und Pillen steckt keine.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Senilia (1852)

Das deutsche Vaterland hat an mir keinen Patrioten erzogen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1843)

Die Deutschen zu loben? – Dazu würde mehr Vaterlandsliebe erfordert, als man nach dem Lose, welches mir geworden, billigerweise von mir verlangen kann.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1848)

Der Natur liegt bloß unser Dasein, nicht unser Wohlsein am Herzen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Senilia (1859)

Das fortwährende Dasein des Menschengeschlechts ist bloß ein Beweis der Geilheit desselben.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1851)

Der simple, eigentliche Gelehrte […] sieht den denkenden und originellen Kopf an, etwa wie wir den Hasen, der erst nach seinem Tode genießbar und der Zurichtung fähig ist; auf den man aber solange er lebt, bloß schießen muss.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Reisebuch (1820)

Die andern Weltteile haben Affen; Europa hat Franzosen. Das gleicht sich aus.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1840)

Wo und wie auch immer das Vortreffliche auftritt; gleich ist die gesamte Mittelmäßigkeit verbündet und verschworen, es zu ersticken.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Reisebuch (1822?)

Dr. Sederholm, Pfarrer aus Moskau, welcher Schwedisch kann, sagt, daß «seelig» nicht von Seele kommt, sondern vom schwedischen Wort Sal, welches bedeutet Fülle, Herrlichkeit, Glücksäligkeit (doch nicht im theologischen Sinn), und welches im Deutschen bloß in seinen Derivativis Trübsal, Schicksal usw. übrig ist: – also ist statt «seelig» sälig zu schreiben.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Senilia (1859)

Sogar ist die Poesie eine Stütze und Hülfe der Philosophie, eine Fundquelle von Beispielen, ein Erregungsmittel der Meditation und ein Probierstein moralischer und psychologischer Lehrsätze. Die Poesie verhält sich eigentlich zur Philosophie so, wie die Erfahrung sich zur Wissenschaft verhält.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass

Verlangen, dass ein großer Geist die Christliche, oder sonst eine Religion ernstlich glaube, ist wie verlangen, dass ein Riese den Schuh eines Zwergs anziehe.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Senilia (1854)

Wenn die Welt erst ehrlich genug geworden sein wird, um Kindern vor dem 15ten Jahr keinen Religionsunterricht zu erteilen; dann wird etwas von ihr zu hoffen sein.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Adversaria (1828)

Das Nomadenleben, welches die unterste Stufe der Zivilisation bezeichnet, findet sich auf der höchsten im allgemein gewordenen Touristenleben wieder ein. Das erste ward von der Not, das zweite von der Langeweile herbeigeführt.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1851)

Die Religion ist eine Krücke für schlechte Staatsverfassungen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Adversaria (1828)

Der Zustand, die Beschaffenheit des Bewußtseins ist, in Hinsicht auf das Glück unsers Daseins, ganz und gar die Hauptsache. Denn das Bewußtsein allein ist ja das Unmittelbare, alles andere ist mittelbar, durch und in demselben. Da unser Leben nicht, wie das der Pflanze, ein unbewußtes ist, sondern ein bewußtes, mithin zur Basis und durchgängigen Bedingung ein Bewußtsein hat, so ist offenbar die Beschaffenheit und der Grad der Vollkommenheit dieses Bewußtseins das Wesentlichste zum angenehmen oder unangenehmen Leben.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass

An einem jungen Menschen ist es, in intellektueller und auch in moralischer Hinsicht, ein schlechtes Zeichen, wenn er im Tun und Treiben der Menschen sich recht früh zurechte zu finden weiß, und sogleich darin zu Hause ist und wie vorbereitet, in dasselbe eintritt: es kündigt Gemeinheit an. Hingegen deutet, in solcher Beziehung ein befremdetes, stutziges, ungeschicktes und verkehrtes Benehmen auf eine Natur edlerer Art.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Senilia (1855)

Der eigentliche Charakter der nordamerikanischen Nation ist Gemeinheit: sie zeigt sich an ihm in allen Formen; als moralische, intellektuelle, ästhetische und gesellige Gemeinheit; und nicht bloß im Privatleben, sondern auch im öffentlichen: sie verlässt den Yankee nicht, stelle er sich wie er will.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1849)

Das Rezept des Arztes ist grade so viel wie ein Los in der Lotterie: – es kann das rechte sein.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Spicilegia (1840)

Ein glückliches Leben ist unmöglich: Das Höchste, was der Mensch erlangen kann, ist ein heroischer Lebenslauf.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Senilia (1853)