Артур Шопенгауэр афоризмы, цитаты, высказывания. Фото философа.

Am Ende des Lebens werden wie bei einem Maskenball die Masken abgesetzt.

Der Hund wird zu Recht als Inbegriff der Treue betrachtet. Wo denn sonst kann man vor der endlosen Verstellung, der Falschheit und dem Verrat des Menschen Zuflucht finden, wenn nicht beim Hund, dessen ehrliches Wesen ohne Misstrauen betrachtet werden kann.

Der Beweis ist der einzige Weg, um anderen Wahrheiten begreiflich zu machen, welche sie unmittelbar nicht einsehen können.

Die öffentliche Meinung ist eine Ansicht, der es an Einsicht mangelt.

Pünktlich sind die Gewissenhaften und die Neugierigen.

Von einem Spaziergänger lässt sich niemals behaupten, er mache Umwege.
Zugeschrieben

Bin ich doch kein Philosophieprofessor, der es nötig hätte, vor dem Unverstand des andern Bücklinge zu machen.

Die Ehe ist ein Fallstrick, den uns die Natur legt.

Eine falsche Ansicht zu widerrufen erfordert mehr Charakter, als sie zu verteidigen.

Nur wer sich ganz dem Augenblick hinzugeben versteht, mag etwas hervorbringen, das keine Zeit zerstört.
Zugeschrieben

Man sieht mit Geringschätzung auf Dilettanten herab, welche die Kunst aus Liebe und Freude an ihr betreiben; dagegen ehrt man die Fachleute, die sich des Verdienens wegen damit befassen.

Man erinnert sich an sein eigenes Leben kaum besser als an einen Roman, den man irgendwo gelesen hat.
Zugeschrieben

Fragte mich ein Asiate um die Definition Europas, dann wäre ich gezwungen, ihm zu antworten: «Es ist jener Teil der Welt, der von der unglaublichen Täuschung heimgesucht wird, daß der Mensch aus dem Nichts heraus geschaffen wurde. Und daß seine gegenwärtige Geburt sein erster Eintritt in das Leben sei.»

Kann man den Menschen mit der restlichen Schöpfung gleichsetzen?

Der nationale Charakter hat nur wenig gute Eigenschaften, da der Pöbel sein Repräsentant ist.

Ohne Arroganz wird kein großer Mann.
Zugeschrieben

Was Luther in der Kirche, ist Bako [Francis Bacon] in der Naturwissenschaft.
Quelle: Schopenhauer, Über das Studium der Philosophie (Vorlesung). Einleitung

Und was die Weiber betrifft, so war ich diesen sehr gewogen – hätten sie mich nur haben wollen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Aus dem Nachlass von Karl Bähr

Was für eine schlaue Erschleichung und hinterlistige Insinuation in dem Wort Atheismus liegt! – als verstände der Theismus sich von selbst.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Cogitatia I (1830)

Ich hab‘ es mit der Wahrheit gehalten und nicht mit dem lieben Gott.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Pandectae II (1835)

Der beste Mensch sein, heißt zwischen sich und andern den wenigsten Unterschied machen; der schlechteste, den meisten.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Pandectae II (1836)

Übrigens sind auch solche Leute, die wegen der Dumpfheit ihres Bewusstseins ohne Bedürfnis und ohne Anlage zur Philosophie sind, darum doch nicht ohne eine Art von Philosophie, von System religiöser oder andrer Art: denn sie sind doch Menschen und bedürfen als solche einer Metaphysik: aber sie haben eben das erste beste festgehalten und sind meistens sehr hartnäckig in dessen Behauptung, weil, wenn sie es fahren ließen, dies ihnen die Notwendigkeit auflegen würde, zu denken, zu forschen, zu lernen: was sie eben vorzüglich scheuen und daher sehr froh sind, so etwas ein für allemal zu haben, was sie jeder Arbeit dieser Art überhebt.
Quelle: Schopenhauer, Über das Studium der Philosophie (Vorlesung). Einleitung

Der sexus sequior ist sequior in jedem Betracht: Warten Sie, daß sie in meinem Alter sein werden, wie Ihnen dann diese kurzbeinigen, langleibigen, schmalschultrigen, breithüftigen mit Zitzen exornierten Persönchen vorkommen werden: Auch Ihre Gesichter sind nichts, gegen die der schönsten Jünglinge, zumal die Augen, ohne Energie.
Quelle: Schopenhauer, Briefe. An Julius Frauenstädt, 17. Februar 1853

Der Jammer des Lebens geht schon genugsam aus der einfachen Betrachtung hervor, dass das Leben der allermeisten Menschen nichts ist als ein beständiger Kampf um diese Existenz selbst, mit der Gewissheit ihn zuletzt zu verlieren.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen qqqq (1816)

Wenn mir ein Gedanke nur undeutlich entsteht und als ein schwaches Bild vorschwebt; so ergreift mich unsägliche Begierde, ihn zu fassen; ich lasse alles stehen und liegen und verfolge ihn, wie der Jäger das Wild durch alle Krümmungen, stelle ihm von allen Seiten nach und verrenne ihm den Weg, bis ich ihn fasse, deutlich mache und als erlegt zu Papiere bringe. Bisweilen entrinnt er mir doch: dann muss ich warten, bis ein andrer Zufall ihn einmal wieder aufjagt: grade die, welche ich erst nach mehreren vergeblichen Jagden fing, sind gewöhnlich die besten. Aber wenn ich bei so einer Verfolgung unterbrochen werde, besonders durch ein Tiergeschrei, das zwischen meine Gedanken hereinfährt wie das Henkerschwert zwischen Kopf und Rumpf — da empfinde ich eines der Leiden, die wir verwirkt haben, als wir mit Hunden, Eseln, Enten in eine Welt hinabstiegen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen P (1813)

Wer klug ist, wird im Gespräch weniger an das denken, worüber er spricht, als an den, mit dem er spricht: denn sobald er dies tut, ist er sicher nichts zu sagen, das er nachher bereut, keine Blöße zu geben, keine Unvorsichtigkeit zu begehn; aber sonderlich interessant kann sein Gespräch nie werden.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen X (1814)

Vor Kant waren wir in der Zeit; jetzt ist die Zeit in uns.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Foliant II (1827)

Dass die Geschichten der Wissenschaften und Künste nicht, wie man doch durchaus erwarten müsste, bloß ein Bild der unsäglichen, zahllosen Verkehrtheiten und Abgeschmacktheiten der Menschen sind, kommt daher, dass sie im Ganzen nur von den Ausnahmen Bericht erstatten, und dass nur von den verständigen, geistreichen, genialen Menschen, d. h. nur von einem aus Tausenden die Spuren sich erhalten: die zahllose übrige Menge verschwindet auch dem Andenken nach: und daher, wenn man Geschichte der Künste und Wissenschaften liest, oder die aufbehaltenen Werke betrachtet, denkt man, das Menschengeschlecht sei ganz gescheit. Betrachtet man aber, zu welcher Zeit es auch sei, in der Nähe die gegenwärtig entstehenden Produktionen und ihre Produzenten, liest man z. B. die binnen der letzten Jahre (jeder möglichen Zeit) erschienenen Bücher, oder geht in die Ausstellungen der lebenden Maler, oder spielt die neusten Musikalien; so hat man allemal nichts als Pfuscherei und sieht die ganze Jämmerlichkeit des Menschengeschlechts.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen SSS (1815)

Die Genitalien sind der Resonanzboden des Gehirns.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen OO (1814)

Die Wahrheit kann warten: denn sie hat ein langes Leben vor sich.
Quelle: Schopenhauer, Über den Willen in der Natur, 1836. Einleitung