Артур Шопенгауэр афоризмы, цитаты, высказывания. Фото философа.

Das Rätselhafte des Daseins ergreift wenige mit seinem ganzen Ernst: hingegen zum bloßen Wissen sind manche geneigt, zum Kunde erhalten von dem Überlieferten, teils aus Langerweile, teils aus Eitelkeit, teils um zum Broterwerb das Gelernte wieder zu lehren und so das Überlieferte weiter zu überliefern von Geschlecht zu Geschlecht, ohne dss die, durch deren Hände es geht, selbst Gebrauch davon machten. Sie sind dabei den Post-Sekretären gleich, die den Brief empfangen und weiter befördern, ohne ihn zu eröffnen. Es sind die bloß Gebildeten und bloß Gelehrten, die bei aller Bildung und Gelehrsamkeit im Grunde ihres Herzens oft vom Ganzen und dem Wesen des Lebens dieselbe nüchterne und einfältige Ansicht behalten haben; die sie in ihrem 15ten Jahre hatten, oder die das Volk hat, wie man leicht sehen kann, wenn man sie einmal ernstlich ausfragt und von den Worten zu den Sachen kommt.
Quelle: Schopenhauer, Über das Studium der Philosophie (Vorlesung). Einleitung

Überhaupt ist der Pantheismus nur ein höflicher Atheismus.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Pandectae I (1832)

Der Mut, keine Frage auf dem Herzen zu behalten, ist es, der den Philosophen macht.
Quelle: Schopenhauer, Briefe. An Goethe, 11.11.1815

Mit einem Kunstwerk muss man sich verhalten wie mit einem großen Herrn: nämlich sich davor hinstellen und warten, dass es einem etwas sage.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen LL (1814)

Wer das Wesen der Welt erkannt hat, sieht im Tode das Leben, aber auch im Leben den Tod.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen cccc (1815)

Ob einer mehr Ursach hat, die Menschen zu suchen oder zu meiden, hängt davon ab, ob er mehr die Langeweile oder den Verdruss fürchtet.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen X (1814)

Ausnahmen sind nur für Ausnahmen, und in einer Lumpenwelt, wie diese, muss man in allem ausnahmsweise leben.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Foliant II (1826)

Wenn Erziehung oder Ermahnung irgend etwas fruchteten; wie könnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Cogitata I (1830)

Wenn man Ihre Arbeit vermehrt, können Sie dreist verlangen, daß man auch Ihren Gehalt vermehre. Nur nicht blöde!
Quelle: Schopenhauer, Briefe. An Dr. Asher. 15. April 1860

Das Geld ist die menschliche Glückseligkeit in abstracto; daher, wann man nicht mehr fähig ist, sie in concreto zu genießen, man sein ganzes Herz an jenes hängt.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Cogitata I (1831)

Traurig, in einer so tief gesunkenen Zeit zu leben, daß eine sich von selbst verstehende Wahrheit noch erst durch die Autorität eines großen Mannes beglaubigt werden muß.
Quelle: Schopenhauer, Über den Willen in der Natur, 1836. Einleitung

Diese reinen Gelehrten, Überlieferer des Überlieferten, haben jedoch den Nutzen, dass das Vorhandene durch sie sich erhält und zu dem selbstdenkenden Menschen gelangen kann, der immer nur als eine Ausnahme, als ein Wesen von ungewöhnlicher Art dasteht. Er wird durch jene Überlieferer mit seinesgleichen in Verbindung gesetzt, die einzeln und zerstreut in den Jahrhunderten lebten, und kann so die eigene Kraft durch die Bildung stärken und wirksamer machen: wie man durch die Postsekretäre in Verbindung gesetzt wird mit seinen entfernten Anverwandten.
Quelle: Schopenhauer, Über das Studium der Philosophie (Vorlesung). Einleitung

Die wahre Philosophie wird sich dadurch bewähren, daß die unzählbaren Widersprüche, von denen die Welt (aus jedem andern Standpunkt gesehn) voll ist, in ihrem Lichte sich auflösen und verschwinden, hingegen Zusammenhang und Übereinstimmung überall zu finden sind.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Brieftasche (1822/23)

Verdrießlich ist mein Unfall, aber demütigend nicht: denn eben melden die Zeitungen, daß Lola Montez ihre Memoiren zu schreiben beabsichtige und sogleich englische Buchhändler ihr große Summen geboten hätten. Da wissen wir, woran wir sind.
Quelle: Schopenhauer, Briefe. An Julius Frauenstädt, 16. September 1850

Wenn dich der Egoismus ganz erfüllt und gefasst hat, sei es als Freude, als Triumph, als Begier, als Hoffnung, oder als wütender Schmerz, als Ärger, als Zorn, als Furcht, als Misstrauen, als Eifer jeder Art; so bist du in des Teufels Klauen, und wie ist einerlei. – Dass du eilest herauszukommen, tut not, und wie ist wieder einerlei.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen AA (1814)

Gott ist in der neuen Philosophie, was die letzten fränkischen Könige unter den Majores Domus, ein leerer Name, den man beibehält, um bequemer und unangefochtener sein Wesen treiben zu können.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen Q (1813)

Wenn ich nichts habe, was mich ängstiget, so beängstigt mich eben dies, indem es mir ist, als müsste doch etwas dasein, das mir nur eben verborgen bliebe.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Cogitata II (1833)

Ein Haupthindernis der Fortschritte des Menschengeschlechts ist, daß die Leute nicht auf die hören, welche am gescheitesten, sondern auf die, welche am lautesten reden.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Pandectae II (1833)

Einige Menschen können jedes Gut verachten, sobald sie es nicht haben: andre aber nur, wenn sie es haben. Letztere sind unglücklicher und edler.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen TT (1814)

Für die Eitelkeit ist selbst eine Pfütze ein wohlgefälliger Spiegel.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Randnotiz zu einer Schrift Goethes

Mein Kniff ist, das lebhafteste Anschauen oder das tiefste Empfinden, wann die gute Stunde es herbeigeführt hat, plötzlich und im selben Moment mit der kältesten abstrakten Reflexion zu übergießen und es dadurch erstarrt aufzubewahren. Also ein hoher Grad von Besonnenheit.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Cogitata I (1831)

Urteilen aus eigenen Mitteln ist das Vorrecht Weniger: die Übrigen leitet Autorität und Beispiel.
Quelle: Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Vorrede

Um zu wissen, wie viel Glück einer im Leben empfangen kann, darf man nur wissen, wie viel er geben kann.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen X (1814)

Die Zeit ist das was uns immer narrt, und wir kommen ihr nicht auf die Schliche.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen U (1814)

Dies ist der Sinn der großen Lehre Kants, dass die Zweckmäßigkeit erst vom Verstande in die Natur gebracht wird, der demnach ein Wunder anstaunt, das er erst selbst geschaffen hat.
Quelle: Schopenhauer, Über den Willen in der Natur, 1836. Vergleichende Anatomie

Mir ist unter den Menschen fast immer, wie dem Jesus von Nazareth war, als er die Jünger aufrief, die immer alle schliefen.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen hhhh (1816)

Auf die Gothaer Philister

Sie spähen, lauschen, geben acht
Auf alles, was geschiehet,
Was jeder treibt, was jeder macht,
Was jeder redet laut und sacht,
Nichts ihnen sich entziehet.

Durch Fenster ihre Blicke spähn,
Ihr Ohr lauscht an den Thüren,
Es darf nichts unbemerkt geschehn,
Die Katz nicht auf dem Dache gehn
Daß sie es nicht erführen.

Des Menschen Geist, Gedanken, Werth,
Das spitzt nicht ihre Ohren;
Wie viel alljährlich er verzehrt
Und ob mit Recht der Mann gehört
Zu den Honoratioren.

Ob er zuerst zu grüßen ist,
Ob »Herr von« und gnädig,
Ob Rath nur oder Canzelist,
Luther’scher oder röm’scher Christ,
Verehelicht oder ledig.

Sein Haus wie groß, sein Rock wie fein,
wird gründlich wohl erwogen,
Doch: kann er uns von Nutzen sein?
Wird jeder Rücksicht groß und klein
Wie billig vorgezogen.

Sonst frägt sich’s, was hält er von uns,
Von uns wie denkt und spricht er?
Da frägt man nach bei Hinz und Kunz,
Wiegt seine Wort’ mit Loth und Unz,
Erspähet die Gesichter.
[gesamten Text zeigen]
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Früheste Aufzeichnungen (1807)

Wenn, was wir klüglich und weislich erdacht,
Das Glück uns tückisch zu Schanden gemacht;
So ist das hart zu untergehn.
Aber tausend Mal härter ist es zu sehn,
Wenn was das Glück uns legte zur Hand
Tölpisch zerschlug unser Unverstand.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Brieftasche (1822/23)

Daß das Altertum mit so viel Unschuld bekleidet vor uns steht, ist doch bloß, weil es das Christentum nicht kannte.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Foliant I (1821)

Das Leben aller genialen Menschen ist durchweg tragisch, wenn es auch, von außen gesehen, noch so ruhig erscheint.
Quelle: Schopenhauer, Nachlass. Bogen U (1814)

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